Web 2.0 für Marketing

„Die Konsumenten selbst produzieren mittlerweile genauso viel wie oder sogar noch mehr Marketinginformation als die Unternehmen selbst. Die Firmen haben also gar keine andere
Wahl, als den Kontakt zu den Kunden aufzunehmen. Denn andernfalls geschieht das Marketing ganz einfach ohne sie.”

Die alte Vorstellung, dass Unternehmen ihre Kommunikation kontrollieren, und dass die Kunden diese wahrnehmen und danach ganz artig kaufen, sollte man für die Zukunft des Marketings vergessen. Die Kunden wollen von nun an den Dialog und das Gespräch. Entweder man nimmt Teil an der Konversation oder sie sprechen einfach untereinander, ganz ohne das Unternehmen.

Allgemein gesprochen trifft für das Web 2.0 zu: Nicht die Anbieter sondern die Nutzer machen den Inhalt. Eine direkte Beeinflussung der Nutzer ist nur schwer möglich und im Kern eigentlich schon überholt, wenn überhaupt dann lassen sich die Elemente von Marketing Massnahmen nur indirekt steuern.
KitKat - Greenpeace
Jack Wolfskin 1
Jack Wolfskin 2

Vom Anbieter wird verlangt:


  • Vertrauen in die Nutzer zu haben
  • viel Verantwortung abzugeben
  • Anreize bieten um Nutzer aktiv werden lassen

Dafür steuern die Nutzer die Inhalte bei, bringen Ideen und Anstösse für Produkte die sie haben wollen und identifizieren sich mit Produkt und Unternehmen. Es entstehen nicht nur bessere Lösungen, wenn man seine Zielgruppe in die eigenen Prozesse involviert. Es entsteht auch positive Mundpropaganda.
Dies gilt genauso bei Produktproblemen, die durch Kommunikation und einbeziehen von Kundenreaktionen (siehe Mercedes A-Klasse Elchtest, Dell explodierende Notebookakkus) Image schonend gelöst werden können.

Fragen die sich Unternehmen vor Einführung von Web 2.0 stellen sollten:

  • Nutzen Sie die Potenziale und Ideen Ihrer Kunden?
  • Hören Sie den Bedürfnissen Ihrer Kunden zu oder wissen Sie selbst am besten, was gut für Ihre Kunden ist?
  • Welche Informationen werden Menschen, die Internet und Web 2.0 Werkzeuge nutzen über Ihr Unternehmen finden?
  • Wie aktiv wollen Sie sich und Ihr Unternehmen einbringen und damit die Chance auf Kommunikation und Positionierung nutzen?
  • Sind Ihre Marketing Schwerpunkte in Bezug auf den Medienmix noch die richtigen?


Vor einer Einführung von Web 2.0 im Marketing sollten diese Techniken unternehmensintern bereits eingesetzt, erprobt und genutzt werden. Hier sollten Plattformen geschaffen werden, auf denen die Mitarbeiter sich vernetzen können und die die Zusammenarbeit fördern. Die Möglichkeiten für die externe Wissensbeschaffung mit Hilfe von Web 2.0 Tools sollte genutzt werden.

Bei richtiger Nutzung von Web 2.0 erhalten die Unternehmen:

  • zufriedenere Kunden und geringere Streuverluste im Marketing durch direkte, personalisierte Kommunikation mit Kunden.
  • Cross Selling, Produktentwicklung, Pricing und Marktforschung auf Basis verbesserter Kundenkenntnis.
  • optimierte Prozesse z.B. im Kundenservice- und Beschwerdemanagement
  • Leistungssteigerung der Mitarbeiter durch Vernetzung und (Cross-Border) Kollaboration
  • effektives Wissensmanagement
  • reduzierte IT-Kosten bei gestiegener Anwenderzufriedenheit

Noch nutzen in Europa wenige Firmen die Web 2.0 Techniken für Marketing wobei in Österreich dieser Anteil noch kleiner ist. Lediglich eine Reihe von Startup-Firmen und Unternehmen im kreativ-künstlerischen Bereich nutzen Web-2.0-Applikationen extensiver. Generell kommen am ehesten Blogs, Foren und die multimediale Produktplatzierung zum Einsatz.
Da die umfassende und aktuelle Pflege der Inhalte (Weblogs) zeitintensiv ist und es eigene Mitarbeiter zur Aktualisierung des Web-Contents braucht bietet sich für kleine Unternehmen der Zusammenschluss zu einem Portal durchaus an.

Besondere Web 2.0 Marketing Prozesse

weiter zur Zusammenfassung

traumwelten         Maurus Mosetig * Grosse Pfarrgasse 6/10 * A-1020 Wien * +43 699 17243963       | AGB | Impressum | Kontakt